Wohnbalken

Fachwerk als Raum

Jungmann adaptierte eine alte Schlosserwerkstätte zum Zentrum der regionalen Lebenshilfe und setzte oben drauf sein eigenes Wohn-Büro als hölzernes, aus vorgefertigten Elementen montiertes Raumtragwerk. In der Sichtachse zur Stadtpfarrkirche kragt der Balken sieben Meter weit aus und offeriert den Blick auf die Lienzer Dolomiten. Die fertig gedämmten Außenwände sind mit anthrazitfarbener Dachfolie überzogen. Beim Altbau mit 5,5 m Raumhöhe waren knifflige Probleme zu lösen, da er zum Teil an die Nachbargrenzen heranreicht und dort keine Öffnungen erlaubt waren. Eine Zwischendecke separiert einen eigenen Wohnbereich. Teilabbrüche schaffen einen inneren Lichthof; sanfte Fassadensanierung. Die Kombination der beiden Nutzungen und der optimistische, unprätentiöse Kontrast, bar jeder Attitüde, spiegelt die Lebensprinzipien sowie das soziale Selbstverständnis des Architekten. (aus: Bauen in Tirol seit 1980, Otto Kapfinger)

Architektur: Peter Jungmann 2000 Umsetzung: Unterluggauer KPZT:  Tragwerksplanung Holzbau Dokumentation: nextroom

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